Magnesiumbisglycinat: Wirkung, Dosierung & Vorteile

Magnesiumbisglycinat: Wirkung, Dosierung & Vorteile

Magnesiumbisglycinat: Warum diese Form die beste Wahl für Körper und Geist ist

Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Wer im Drogeriemarkt oder in der Apotheke vor dem Regal steht, wird oft von Begriffen wie Citrat, Oxid oder Carbonat erschlagen. Doch eine Form sticht besonders hervor: Magnesiumbisglycinat.

In diesem Artikel erfährst Du, warum diese spezielle Verbindung als "Premium-Magnesium" gilt, für wen sie sich am besten eignet und wie Du sie optimal dosierst.

Was macht Magnesiumbisglycinat so besonders?

Der entscheidende Unterschied liegt in der chemischen Struktur. Bei Magnesiumbisglycinat ist das Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden. Man nennt dies einen „Chelat-Komplex“.

Diese Bindung schützt das Magnesium davor, frühzeitig mit anderen Stoffen im Magen zu reagieren. Während einfaches Magnesiumoxid oft ungenutzt ausgeschieden wird, nutzt das Bisglycinat einen „VIP-Eingang“ im Darm, der eigentlich für Aminosäuren reserviert ist. Das Ergebnis: Eine maximale Bioverfügbarkeit ohne die typischen Nebenwirkungen.

Die 3 größten Vorteile im Überblick

1. Sanft zum Magen (Kein Durchfall-Effekt)

Viele Menschen klagen bei Magnesiumpräparaten über eine abführende Wirkung. Da Magnesiumbisglycinat so effizient aufgenommen wird, bleibt kaum Rest-Magnesium im Darm zurück, das Wasser binden könnte. Es ist die ideale Wahl für Menschen mit einem empfindlichen Verdauungssystem.

 

2. Der „Schlaf-Joker“ durch Glycin

Glycin ist eine Aminosäure, die im Gehirn beruhigend wirkt. In Kombination mit Magnesium entsteht ein synergetischer Effekt:

  • Das Nervensystem fährt schneller herunter.
  • Die Einschlafzeit kann verkürzt werden.
  • Die Schlafqualität verbessert sich spürbar.

3. Effektive Muskelregeneration

Egal ob Wadenkrämpfe oder Verspannungen nach dem Sport – Bisglycinat gelangt schnell dorthin, wo es gebraucht wird. Es hilft der Muskulatur, nach Belastungen schneller wieder in den Entspannungszustand zu finden.

Die richtige Dosierung: So viel brauchst Du wirklich

Der aktuelle Referenzwert für die tägliche Zufuhr (NRV – Nutrient Reference Value) für Magnesium ist in der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) festgeschrieben.

Der Wert beträgt: 375 mg pro Tag

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt für erwachsene Männer ca. 350 mg und für Frauen ca. 300 mg.

Tipp: Achte beim Kauf darauf, wie viel „elementares Magnesium“ pro Kapsel enthalten ist. Da Bisglycinat eine große Verbindung ist, sind die Kapseln oft etwas größer oder man muss mehrere nehmen, um auf die Tagesdosis zu kommen.

  • Für den Schlaf: 200–300 mg ca. 45 Minuten vor dem Zubettgehen.
  • Für Sportler: 300–375 mg, idealerweise nach der Belastung.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wann sollte ich Magnesiumbisglycinat einnehmen? A: Die beste Zeit ist am Abend, da die enthaltene Aminosäure Glycin die Entspannung fördert und die Schlafqualität unterstützt.

F: Kann ich Magnesiumbisglycinat mit dem Essen einnehmen? A: Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Durch die Chelat-Form wird die Aufnahme durch Lebensmittel kaum gestört, und es ist besonders magenschonend.

F: Verursacht Magnesiumbisglycinat Durchfall? A: Im Vergleich zu Magnesiumcitrat oder -oxid ist das Risiko bei Bisglycinat extrem gering, da es fast vollständig vom Körper aufgenommen wird.

F: Wie lange dauert es, bis ich eine Wirkung merke? A: Während die beruhigende Wirkung auf den Schlaf oft schon nach wenigen Tagen spürbar ist, dauert es meist 2 bis 4 Wochen, bis die Magnesiumspeicher in den Zellen vollständig aufgefüllt sind.

 

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